Wir alle sind Liebende, Ergebene einer höheren Kraft, tausende von Liebenden, aber der Geliebte ist einer für alle. Er, nach dem wir uns sehnen, ist der Geliebte der ganzen Welt. Es gibt nicht einen speziellen Gott nur für Muslime, nur für Hindus, nur für Christen, Er ist der eine Gott für alle.

Sant Kirpal Singh

Nichts in der Natur stirbt

Aus dem Buch "Das Mysterium des Todes" von Sant Kirpal Singh

Tod und Unsterblichkeit sind beide ein Teil der Natur von allem Bestehenden – alles vereint in sich sowohl Materie als auch Geist. Die Materie ist nur eine Projektionsfläche für den Geist – den alles durchdringenden Geist – der Materie unterschiedlicher Dichte und Schwingung anzieht, um sich selbst in vielfältigen Formen und Farben, auf verschiedenen Seinsebenen zu manifestieren. Der Geist selbst ist Leere, er kann sich nicht ohne materielle Umhüllung in der Schöpfung manifestieren; denn den reinen Geist ohne die Umhüllung mit Materie kann man mit den physischen Augen nicht sehen, vergleichbar mit der Kraft des Frühlings, die sich nur dadurch bemerkbar macht, dass sie die Blumen und Früchte zum Sprießen und Erblühen bringt, die herrlich duften und köstlich schmecken.

Der Mensch verkörpert die Lehre der Dreieinigkeit auf Erden, da er in sich Körper, Gemüt und Seele vereint. Die Seele ist von derselben Essenz wie Gott, dem Lebensatem, der sowohl Körper als auch Gemüt belebt, und der uns zu einem lebendigen Menschen macht, von oben bis unten vom Atem Gottes durchströmt.

Der menschliche Körper ist individualisierte Materie, insofern als der darin eingehüllte Geist ein individueller zu sein scheint, so wie die Sonne, die sich in vielen Wasserkrügen spiegelt. Zum Zeitpunkt des Todes löst sich der aus verschiedenen Elementen zusammengesetzte Körper auf, kehrt in das kosmische Reservoir der Substanzen zurück und verschmilzt schlussendlich zu einer Ursubstanz; die Seele kehrt zurück zu Gott:


 ... sobald der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt. Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat ...“  (Kohelet 12, 6-7)


Ein lebender Mensch ist nicht etwas, das unabhängig und getrennt ist von der höchsten Kraft, die in ihm fließt. Er ist die Schöpfung der höchsten Kraft, die auf der materiellen Ebene durch einen Körper aus geordneten Schwingungen wirkt und in ihm einen bewussten Zustand hervorbringt.

Der Mensch lebt, wenn die höchste Kraft in und durch seinen Körper fließt und ihn durchströmt. Zieht sich jedoch diese Kraft in sich selbst zurück, ist er kein lebendiges Wesen mehr, denn alle Körperfunktionen hören auf. Und was bleibt? – Nichts als eine Masse lebloser Materie, die in Gestalt und Zusammensetzung dieselbe ist wie zuvor, aber ohne den lebensspendenden Lebensimpuls, der eben noch in ihm pulsierte.

So wie der Mensch ist das gesamte Universum eine Manifestation des einen Lebensprinzips, des Prinzips des lebendigen Bewusstseins, das in verschiedenen Graden, direkt vom Logos (dem reinen Geist) bis hinunter zu den Atomen aus denen die materiellen Elemente bestehen, wirkt. Durch die höchste Kraft, die in ihnen und auf sie einwirkt sind sie ständig in rhythmischer Bewegung und formen in rascher Folge viele Muster, die sich bilden und wieder umformen. Kurz gesagt, die Intelligenz des Universums lebt und wirkt für immer und ewig im Kern jedes Atoms, das nach ihrer Melodie tanzt, vergleichbar mit dem ewigen Tanz Shivas, der lebendigen Verkörperung von Shakti, der Mutter des Universums. In der spirituellen Schöpfungsgeschichte findet die Theorie der „toten“ Materie überhaupt keinen Platz, denn die Materie als solche kann ohne die ihr innewohnende zusammenhaltende Kraft nicht aus sich selbst heraus existieren. Materie ist in der Tat Energie in erstarrter Form.

In der antiken Philosophie wurde streng zwischen "Sein" und "Existenz" unterschieden. Der Logos, die Urform des Daseins, ist das wahre Sein, unveränderlich und ewig; während "Existenz" etwas ist, das sich zum Ausdruck bringt, sich ausdehnt, sich bildet und fortschreitet, als eine Welt des ständigen Wandels und der Veränderung.

Physiologen und Mediziner sowie Botaniker, Gärtner und Blumenzüchter erklären uns vieles über die physikalischen und chemischen Prozesse, die im menschlichen Stoffwechsel oder vielmehr in jedem lebenden Organismus, sei es ein Baum, eine Blume, eine Frucht, eine Ameise oder ein Elefant, ablaufen; aber sie können uns nicht sagen, warum sie leben, wie sie leben, wofür sie leben, was das Leben selbst ist, und vor allem, was das Bewusstsein ist, das den Lebensimpuls auf jeder beliebigen Seinsebene ausmacht.

 

Der kosmische Kreislauf beweist, dass das Leben ewig ist. Es ist ein endloser Prozess. Er setzt sich immer weiter fort, nimmt in endloser Folge eine Form nach der anderen an, die jeweils erscheint, vergeht und sich neu bildet, wie Wellen und Blasen im Strom der Zeit – der Zeit, die von Ewigkeit zu Ewigkeit weiterläuft. Die Natur ist nichts anderes als ein einziges riesiges Reservoir an Leben und Materie, in dem nichts verloren geht und nichts stirbt, unabhängig davon, wie sich die Erscheinungsformen wandeln mögen, und sich kaleidoskopisch in weniger als einem Augenblick verändern. Es ist dieser Veränderungsprozess, der gemeinhin als Tod bezeichnet wird – der Tod einer Form an einem Ort und die Geburt in einer anderen Form an einem anderen Ort oder einer anderen Ebene. Unsichtbarer Dunst, der aus dem Meer aufsteigt, vergeht, um sich auf dem Berggipfel in sichtbaren festen Schnee zu verwandeln. Der sichtbare Schnee seinerseits geht wiederum den umgekehrten Prozess ein – den Prozess des Vergehens, er schmilzt zu flüssigem Wasser und das Wasser verwandelt sich wieder zurück in den unsichtbaren Gaszustand oder Dunst, und bildet somit eine kontinuierliche Kette von Ursache und Wirkung. In ähnlicher Weise wird der Mensch ein sichtbares Wesen, wenn der Geist eine menschliche Gestalt annimmt, und dann im Laufe der Zeit wird eben dieser Mensch, der so viele Rollen auf der Bühne des Lebens spielt, (zugleich Sohn, Bruder, Ehemann und Vater; erst ein Kind, dann ein junger Mann und schließlich ein Greis) letztendlich unsichtbar, wenn der Geist in ihm sich zurückzieht. Bei denen, die ihn umgeben, führt dies zu großer Betroffenheit und zu einer Lücke im weitläufigen Geflecht der Beziehungen, das er während seinem irdischen Dasein um sich herum gewoben hatte. Genau das geschieht zum Zeitpunkt des letzten Wandels, wenn der physische Körper zerfällt, sich in die kosmische Ordnung der Dinge auflöst und die Lebensströme in dem großen kosmischen Lebensprinzip aufgehen, das seiner Natur nach grundlegend organisch und nicht chemisch-anorganisch und mechanisch ist.

 

Der Tod ist nicht das, was er zu sein scheint und wofür er im allgemeinen Sprachgebrauch gehalten wird. Tod und Leben sind nur auf der irdischen Ebene gegensätzliche Begriffe, aber in Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden, und tatsächlich kann man das eine nicht vom anderen unterscheiden; denn der Tod kann das Leben nicht verschlingen, noch kann der Tod dem Leben ein Ende setzen. Es ist nur ein wechselseitiger Prozess wie die zwei Seiten einer Münze, die sich um ihre Achse dreht. Sehen wir nicht Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit abwechselnd kommen und gehen, entsprechend dem wie sich die rotierende Erde dreht und um die Sonne kreist und an verschiedenen Orten unterschiedlich lange Schatten wirft, während die Sonne selbst weiterhin die ganze Zeit scheint? Der Tod bedeutet nicht die totale Auslöschung oder Vernichtung, wie zuweilen angenommen wird. Er bedeutet nichts anderes als einen Übergang des Bewusstseins von einem Daseinsbereich zu einem anderen. Leben, im Gegensatz dazu, ist ein kontinuierlicher Prozess, der kein Ende kennt, denn der so genannte Tod, der auf das Leben folgt, ist nicht Leblosigkeit, sondern Leben auf eine andere Art, an einem anderen Ort, hier auf Erden oder anderswo, in einer anderen Form, mit einem anderen Namen und unter anderen Umständen, so wie es die göttliche Vorsehung festlegt, die nach dem unerbittlichen Gesetz des Handelns (dem karmischen Gesetz) wirkt: „Wie ihr sät, so werdet ihr ernten.“ Das Leben als positiver Ausdruck des Höchsten Wesens ist nicht der Negativität des Todes unterworfen, und letzterer kann daher Ersteres – die ewige Flamme des Lebens – nicht auslöschen.

 

Wir haben das Zeugnis einer ununterbrochenen Linie von Meistern, die lehrten, dass Leben und Tod nur Worte in der Welt der Dualität sind, die beschreiben sollen, wie sich der Bewusstseinszustand des inneren Seins, das im Zentrum liegt, im Außen oder peripher auswirkt oder verändert. Dies sind lediglich sichtbare und unsichtbare Stadien im kosmischen Kreislauf, den der innere Mensch durchläuft. Der beklagte, schreckliche und äußerst gefürchtete Tod ist in Wirklichkeit eine Wiedergeburt (Wiedergeburt des inneren Menschen) in ein Leben, das freudiger und schöner sein mag, als man es bisher kannte. „Der Tod, der furchterregende und leidvolle Tod“, sagt Kabir, „ist für mich ein Vorbote des freudvollen Lebens, und ich heiße ihn voll und ganz willkommen“. Die Evangelien berichten ebenfalls vom Reich Gottes, das uns jenseits der Schwelle des Todes erwartet:

Es sei denn, dass jemand von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen…

Es sei denn, dass jemand aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.

Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist …

Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“

Johannes 3, 3-8

 

Der von der festen Hülle befreite Geist erneuert sich so mit jedem weiteren Tod oder jeder weiteren Auflösung der Form, gewinnt immer mehr an Stärke und Kraft und wächst in ein größeres und weiteres Bewusstsein hinein, als je zuvor. In diesem Zusammenhang sagt uns Maulana Rumi:

 

Ich starb als Mineral und wurde zur Pflanze,

Ich starb als Pflanze und wurde zum Tier,

Ich starb als Tier und ward ein Mensch.

Warum sollte ich mich fürchten? Wann war ich je weniger durch das Sterben?

Noch einmal werde ich sterben als Mensch, um mich zu erheben –

Von Engeln gesegnet, muss ich selbst die Ebene der Engel überschreiten;

alles außer Gott vergeht.

Wenn ich meine engelsgleiches Sein geopfert habe,

werde ich zu dem, was kein Verstand sich je erdacht hat.

O, Lass mich nicht sein, denn Nichtsein verkündet mit Orgelklängen:

Zu Ihm werden wir zurückkehren.‘“

 

Der Tod ist also ein anderer Name für eine Umwandlung innerhalb des zentralen Lebensprinzips, dem Drehpunkt, um den herum sich die Lebensmonade (der individualisierte, von Materie umgebene Geist) bewegt und tätig ist. Er ist ein Wandel von einer Abfolge von Lebensumständen zur nächsten, die in verschiedener Form und unter verschiedenen Bedingungen am besten geeignet sind, das Selbst oder die Lebensmonade zu entfalten und zur vollen Blüte zu führen. Dabei weitet sich das Bewusstsein für die höheren, spirituellen Werte des Lebens, zu denen man sich erhebt, mehr und mehr aus.

 

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen (im Tod), wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Augenblick … auferweckt werden, unvergänglich sein, und verwandelt werden … Verschlungen ist der Tod im Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Tod, wo ist dein Sieg?

  1. Korinther 15, 51-55“

 

In ‚Der Mensch, das unbekannte Wesen‘ sagt Alexis Carel: „Der Mensch besteht aus einer Reihe von Trugbildern, in deren Mitte sich die unbegreifliche Wirklichkeit bewegt.” Nanak spricht ebenfalls von sich selbst in ähnlicher Weise: „Inmitten der äußeren physischen Form, Nanak genannt, spielt die unsichtbare Kraft des Höchsten Wesens.”

 

In der Bhagavad Gita, dem Gesang des Erhabenen, verkündet uns Lord Krishna, der siebente Avatar Vishnus, einer der namhaften Götter der Dreieinigkeit der Hindu-Mythologie:

 

Wisse, o Prinz von Pandu, nie gab es eine Zeit, in der ich oder du, noch irgendeiner dieser Fürsten der Erde nicht existierte; noch wird es jemals eine Zeit danach geben, in der einer von uns nicht mehr sein wird. So wie die Seele, die diesen materiellen Körper trägt, jeweils das Stadium der Kindheit, der Jugend, des Erwachsenseins und des Alters durchlebt, so wird sie auch zu gegebener Zeit in einen anderen Körper übergehen, und in anderen Inkarnationen wird sie weiterleben, sich verändern und ihre Aufgabe erfüllen. Diejenigen, die die Weisheit der Inneren Lehre erlangt haben, wissen diese Dinge und sind von all dem, was in dieser Welt der Veränderung geschieht, nicht betroffen – für sie sind Leben und Tod nur Worte, zwei Seiten an der Oberfläche des tieferen Seins (im Inneren).“

 

Damit ist klar, dass sich nach dem kosmischen zyklischen Gesetz alle Dinge im Kreis bewegen und alles ewig ist. Der Tanz des Shiva, zugleich der Gott des Todes, und des Todes, der zu einer Wiedergeburt führt - nicht selten auf einer höheren Seinsebene - dauert für immer und ewig an. Unter diesem sich ständig drehenden Rad des Lebens verändert sich der Mensch durch einen Evolutions- oder Wachstumsprozess auf verschiedenen Daseins-Ebenen immer weiter – vom bloßen physischen zu einem astralen, kausalen und schließlich spirituellen Wesen, bis er letztendlich direkt zu seinem Selbst kommt; er erkennt und verwirklicht so in seiner ganzen Fülle das sich ständig in ihm entfaltende Prinzip des Bewusstseins, das er seiner Anlage nach ist, und erfasst die Ganzheit seines Seins.

Denn in Gott (dem Universalen Wesen) leben wir und bewegen uns und sind wir, denn wir sind seines Geschlechts, und Er ist das eigentliche Wesen unseres Seins, und ohne Seine Kraft, die in uns wirkt, können wir nicht leben und handeln.“ (Apostelgeschichte 17, 23-24).

 

Gleiches bringt Gleiches hervor. Jedes Lebewesen, sei es Pflanze, Tier oder Mensch, wächst aus dem Samen seiner eigenen Art, jedoch nach einem festgelegten Lebensmuster, je nachdem welche Eigenschaften der Samen in sich trägt. „Gott aber gibt ihm einen Leib, wie Er es beschlossen hat, und zwar jedem Samen seinen eigenen Leib.“ (1. Korinther 15, 38-40). Der Mensch auf der höchsten Sprosse der Leiter des Lebens auf Erden ist nicht von seinem Schöpfer getrennt. Der Vater ist im Sohn in latenter Form vorhanden, und der Sohn ist fest im Vater verwurzelt, auch wenn er es, unter den gegebenen Umständen, und wegen der Beschränkungen der körperlichen Hülle, in der er die ganze Zeit über lebt und auf der irdischen Ebene handelt, nicht weiß. Durch die Kraft Gottes, die in ihm wirkt, lebt er tatsächlich im Tempel Gottes ohne sich dessen bewusst zu sein: „Wisset ihr nicht, dass ihr der Tempel des heiligen Gottes seid, und der Geist Gottes (der ihr darum seid) in euch wohnt.“ Der Begriff ‚Mensch‘ ist lediglich ein Name, mit dem man den verkörperten Geist Gottes auf der physischen Ebene bezeichnet.

Das ist also die bekannte Lehre der Heiligen Dreifaltigkeit: Ein Ganzes, das aus drei Teilen besteht – dem Vater (dem universellen Geist), dem Sohn (dem individualisierten Geist, der in Körper, Gemüt und Intellekt gehüllt ist) und dem Heiligen Geist (dem rettenden Bindeglied oder der Rettungsleine, die beide verbindet und durch die der menschliche Geist sich über die menschlichen Fesseln erheben kann) – alle drei vereint im Menschen. Daher die Ermahnung des Propheten aus Galiläa: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“. Vollkommenheit kommt von dem Vollkommenen Einen.

 

Vollkommenheit‘ ist somit das Ziel des menschlichen Lebens. Sie besteht in der Selbstentfaltung oder Evolution des individuellen Geistes, indem die Grenzen von Körper, Gemüt und Verstand überschritten werden und das tief verwurzelte Verborgene in den Tiefen des großen Meeres des (uns)Unbewussten, das noch unerforscht und unbekannt ist, erschlossen wird. Es ist tatsächlich eine schwierige Aufgabe, aber es ist nicht unmöglich, sie zu meistern, wenn man das Glück hat, mit einer Meisterseele in Verbindung zu kommen, die bewandert ist in der Wissenschaft und Kunst von Para Vidya - dem Wissen vom Jenseits - das über den Sinnen liegt, die uns aber nur im Bereich von Apara Vidya – dem Wissen von der empirischen Welt des Beobachtens und des Experimentierens helfen können. „Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden – das Reich Gottes ist in euch.“ (Lukas 17, 21) Das Reich Gottes fällt nicht vom Himmel, es ist bereits im Menschen, und man kann seine Herrlichkeit durch den Vorgang des sich nach innen Wendens (ähnlich dem Tod) erfahren. Es handelt sich um einen freiwilligen Prozess. Einen Prozess, der natürlich während des Lebens stattfindet, so wie ihn die Meister ihre auserwählten Schüler seit undenklichen Zeiten gelehrt haben. Was ein Mensch erreicht hat, kann auch ein anderer Mensch, mit der richtigen Hilfe und Führung eines Gottmenschen erreichen. Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft.